Jahresausflug 2024

Naturschutzgebiet Taubergießen und Planwagenfahrt

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Der diesjährige Ausflug führte nochmals auf vielfältigen Wunsch in das Naturschutzgebiet "Taubergießen" in die Rheinauen bei Rust. Bei regnerischem und kühlem Wetter ging es über den Schwarzwald in das Oberrheintal in der Hoffnung, dass der Wettergott ein Einsehen hat mit den 55 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Bereits ab Hinterzarten klarte es auf, und es zeigte sich immer häufiger die Sonne. Angekommen an der Zuckerbrücke in der Nähe von Rust, zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. Dort erwartete uns die Familie Koßmann mit sechs Holzkähnen zur ruhigen, stillen Fahrt durch die unvergleichliche Landschaft im Naturschutzgebeit Taubergießen. Man kann angesichts der überwältigenden Natur vom Amazonas am Oberrhein sprechen.

Das Taubergießen erstreckt sich über eine Länge von 12 Kilometern und einer Breite von bis zu 2 Kilometern. Es wurde 1979 unter Naturschutz gestellt. Das Naturschutzgebiet teilt sich in zwei unterschiedliche Landschaftstypen. Während auf der westlichen Seite urwaldähnliche Auenwälder aus Eichen, Ulmen, Silberweiden und Silberpapeln die Landschaft prägen, überweigt östlich davon eine großzügige Wiesen- und Heckenlandschaft. Der Name "Taubergießen" setzt sich aus zwei Begriffen zusammen. "Gießen" bedeutet in diesem Zusammenhang unterirdische in direkter Verbindung mit dem Grundwasser fließende Anteile des Stromes, die wieder an die Oberfläche treten. Als "taub" bezeichnen die Fischer nähstoffarme Gewässer mit geringem Fischbestand. Wesentlicher Zweck des Naturschutzgebietes ist Schutz, Erhaltung und Entwicklung einer Rheinauenlandschaft, die Lebensraum bieten soll für rheinauentypische und artenreiche Tier- und Pflanzengemeinschaften, Lebensraum für eine große Anzahl seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten sowie eine reich strukturierte Flußlandschaft von besonderer Eigenart und Schönheit. Alle waren begeistert von der paradiesichen Flora und Fauna während der Fahrt über das ruhige Wasser. Zu den hier brütenden Vögel gehört auch der seltene Eisvogel, der seine Nester in den Damm bohrt, aber auch der Haubentaucher, Wildgänse und Kormorane.

Unser Fahrt durch diese Traumlandschaft startete an der Zuckerbrücke und führte uns in 1 3/4  Stunden bis zur Gilizbrücke. Ganz herzlichen Dank an die Bootsführer, die uns mit ihrem umfangreichen Wissen bestens informierten.

Nach einer kurzen Fahrt durch das Markgräflerland kehrten wir zum Mittagessen in das Weinhotel Adler in Königschaffhausen ein, bevor es mit Martin Kublin auf Planwagen durch die Weinberge ging. An markanten landschaftlich reizvollen Stellen wurden Stopps eingelagt und eine kleine Weinprobe angeboten. Martin Kublin informierte ausführlich über den Weinbau und die lanschaftlichen Schönheiten dieser Weinregion. Die Jagdhornbläser Hotzenwald und St. Blasien nutzten die Stopps, um mit jagdlichen Klängen zu unterhalten. Hierfür herzlichen Dank.

Unser Busfahrer Bernhard Sandmann kutschierte uns auf der Hin- und Rückreise in bekannt ruhiger entspannter Fahrt, was mit großem Applaus belohnt wurde.